Naturschutz bei der wvr
Das Thema Umweltschutz spielt bei der wvr eine äußerst wichtige Rolle. Denn Wasser ist eine natürliche Ressource und somit auf eine gesunde Umwelt angewiesen. So wird das Thema bereits auf der Planungsebene mitgedacht oder eben auch bei den notwendigen Baumaßnahmen, die der Sicherung der Trinkwasserversorgung dienen. Das galt bereits 1999, als die Uferfiltratgewinnung in Guntersblum in Betrieb genommen wurde. Die ökologi-schen Ausgleichmaßnahmen, die hier zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt geleistet wurden, waren um ein Vielfaches höher als gesetzlich vorgeschrieben.
Eine der Maßnahmen war die Anlage einer Reihe unterschiedlich großer Tümpel mit einer Gesamtfläche von ca. 1.800 m2 . Diese stehenden Kleingewässer bieten einen wertvollen Lebensraum in der Rheinniederung für verschiedenste Arten, die teilweise sogar vom Aussterben bedroht sind. Vor allem Insekten und Amphibien benötigen Tümpel, um dort ihre Eier abzulegen. Die von der wvr angelegten Tümpel sind dabei sogenannte temporäre Gewässer, das heißt, sie fallen zeitweise trocken. Es ist vorteilhaft, dass sich keine Fischpopulationen etablieren können, die "Fressfeinde" der Amphibien darstellen. Ihr Wasserstand kann dabei durch Zuleitung aus dem Leitgraben reguliert werden. Einmal im Jahr, zumeist im März, flutet die wvr die Kleingewässer mit Grundwasser und aufgestautem Wasser des Leitgrabens. So wird sichergestellt, dass von März bis August ausreichend Wasser für die Entwicklung der Amphibien vorhanden ist. Seitdem haben sich die unterschiedlichsten Arten dort angesiedelt, z.B. Libellen, die Knoblauchkröte, Wasserläufer oder Teichmolche.
Bei der Umsetzung der Ausgleichsmaßnahmen hat die wvr mit Behörden, Instituten und Umweltverbänden eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet. Und auch heute steht der Wasserversorger im Austausch, unter anderem mit dem NABU. Auf dessen Anregung wurde die Flutung in den letzten Jahren auch schon zeitlich vorgezogen und flexibel auf die Gegebenheiten des Jahres reagiert.
Stand: 24.03.2025